Bildung

itslearning wird Teil der Digitalen Bildungsplattform

Lesezeit: 7 Minuten
  • Teilen
  •  
Ein Schüler arbeitet mit einem iPad im digitalen Unterricht. (Bild: picture alliance/Ina Fassbender/dpa)

Das Lernmanagementsystem itslearning wird Teil der Digitalen Bildungsplattform. Neben dem Open Source-Lernmanagementsystem Moodle in Verbindung mit dem Videokonferenztool BigBlueButton soll itslearning als alternatives Lernmanagementsystem allen Schulen in Baden-Württemberg zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden.

Im Herbst 2019 hat das Kultusministerium eine europaweite Ausschreibung für ein Lernmanagementsystem als Teil der Digitalen Bildungsplattform gestartet. Dieses Ausschreibungsverfahren ist seit Mitte November abgeschlossen, die Frist für einen Einspruch abgelaufen. Den Zuschlag hat itslearning erhalten und kann nun als weiteres Lernmanagementsystem neben Moodle in die Digitale Bildungsplattform integriert werden. Damit sind alle wesentlichen Bausteine der Digitalen Bildungsplattform im Zeit- und Kostenrahmen auf den Weg gebracht worden. „Wir bauen Schritt für Schritt weiter an unserer Digitalen Bildungsplattform. itslearning ist dabei ein weiterer Baustein, den wir den Schulen als Alternative zu Moodle zur Verfügung stellen werden. Damit können die Schulen je nach den Bedürfnissen und Bedingungen, die es an der Schule gibt, das für sie passende System wählen“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Vorbereitungen für Rollout laufen an

Das Lernmanagementsystem Moodle ist an den Schulen in Baden-Württemberg bereits seit einigen Jahren im Einsatz. Im Frühjahr 2020 wurden die Serverkapazitäten für Moodle im Zuge der Schulschließungen massiv erhöht, damit alle Schulen die Möglichkeit haben, das Lernmanagementsystem in der Zeit der Schulschließung einzusetzen. Alle Schulen haben damals auch einen persönlichen Zugangscode erhalten. Etwa die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte nutzen dieses Angebot. Mit itslearning reagiert das Kultusministerium auf die Bedarfe der Schulen, die durch die bestehenden Angebote ihre pädagogisch-didaktischen Anforderungen an ein Lernmanagementsystem noch nicht ausreichend abgedeckt gesehen haben. Den Empfehlungen des Landesrechnungshofs folgend, wurde dabei ein marktverfügbares Produkt als „Software as a Service“ (SaaS) ausgeschrieben.

Das Kultusministerium wird nun gemeinsam mit dem Anbieter von itslearning die weiteren Vorbereitungen für den Rollout des Lernmanagementsystems treffen, um mit dem Abruf durch die Schulen schnellstmöglich beginnen zu können. Eine Absprache dazu ist nun, da das Verfahren abgeschlossen ist, möglich. Zunächst wird das Kultusministerium kurzfristig ein Pilotprojekt durchführen, an dem Multiplikatoren beteiligt sind, die dazu auch parallel fortgebildet werden. Die Multiplikatoren werden in der Folge die Einführung an den Schulen begleiten und bedarfsbezogen Fortbildungsangebote für die Lehrkräfte anbieten sowie für Fragen rund um das Lernmanagementsystem zur Verfügung stehen.

Die Digitale Bildungsplattform

Die Digitale Bildungsplattform ist modular aufgebaut. Diese setzt sich zusammen aus den Modulen „Persönlicher Arbeitsplatz“, „Unterricht und Lernen“ sowie „Sichere Kommunikation“:

  • Für das Modul „Persönlicher Arbeitsplatz wird aktuell der Einsatz von Komponenten von Microsoft Office 365 im Rahmen eines Pilotbetriebes geprüft.
  • Für das Modul „Unterricht und Lernen“ ist der Einsatz eines Lernmanagementsystems zentral. Lernmanagementsysteme ermöglichen als Lernplattformen die Bereitstellung von Lerninhalten und unterstützen das Selbstlernen der Schülerinnen und Schüler. Für den Einsatz in der Digitalen Bildungsplattform steht das Open Source-Lernmanagementsystem (LMS) Moodle in Verbindung mit dem Videokonferenztool BigBlueButton und alternativ das Lernmanagementsystem itslearning allen Schulen in Baden-Württemberg zur Nutzung zur Verfügung.
  • Im Modul „Sichere Kommunikation“ können seit April 2020, und damit bereits sechs Monate vor dem geplanten Starttermin, Lehrkräfte an öffentlichen Schulen im Geschäftsbereich des Kultusministeriums den sicheren Messenger Threema zur dienstlichen Kommunikation nutzen. Aktuell tun dies bereits über 27.000 Lehrkräfte.

Weitere Meldungen

Schüler einer Grundschule melden sich im Unterricht (Bild: © dpa).
Bildung

Zusammenarbeit mit Hector Kinderakademien wird fortgeführt

Schaubild mit wesentlichen Zahlen zur Hochschulfinanzierungsvereinbarung III von 2026 bis 2030.
Hochschulen

Land sichert Finanzierung der Hochschulen bis 2030

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Migration

20 Projekte für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Energiewirtschaft

Einsparpotenzial beim klimaneu­tralen Umbau des Energiesystems

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 1. April 2025

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Fachkräfte

Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften startet

Saal eines Commercial Courts
Justiz

Justiz baut Angebot von Commercial Courts weiter aus

Das Logo von Invest BW
Innovation

Große Resonanz auf Förderaufruf zu Technologietransfer

Das Logo des Projekts „Handel 2030“.
Einzelhandel

Land fördert Intensivberatung für den Handel

Logo Startchancen BW
Schulen

Weitere Schulen im Startchancen-Programm

Wachtmeisterin bei der Staatsanwaltschaft Heidelberg Elke Mekdarasouk (links) und Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (rechts)
Justiz

Elektronische Strafakte in Heidelberg und Mannheim eingeführt

von links nach rechts: Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Kerstin Jorna (Europäische Kommission), Luc Van den hove (Präsident und CEO von imec), Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele bei der Bekanntgabe des Ansiedlungsprojekts
Innovation

Neues imec-Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Wirtschaft

Land präsentiert sich als Innovationstreiber

Stuttgart Neckarpark
Flächenmanagement

Flächen gewinnen durch Innenentwicklung

Ein Bio-Bauer bringt mit seinem Traktor und einem Tankwagen als Anhänger, die angefallende Jauche auf einer Wiese aus. (Bild: dpa)
Landwirtschaft

Neue App für GAP-Anstragsteller verfügbar