Netzausbau

Einfluss von Erdkabeln auf Böden und Kulturpflanzen

Lesezeit: 3 Minuten
  • Teilen
  •  
Kunststoffrohre, durch die Strom-Erdkabel gezogen werden.

Das Umweltministerium fördert ein Projekt der Universität Hohenheim, das den zum Einfluss unterirdischer Stromleitungen auf landwirtschaftlich genutzten Böden und Nutzpflanzen in den Blick nimmt.

Mit knapp einer Million Euro fördert das Umweltministerium das Forschungsprojekt „Felduntersuchung zum Einfluss von Hochspannungsgleichstromübertragungs (HGÜ)-Erdkabel auf Böden und landwirtschaftliche Kulturpflanzen (CHARGE)“ der Universität Hohenheim. Das Projekt, das die Universität Hohenheim im Verbund mit dem baden-württembergischen Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW durchführt, soll bis Anfang 2025 abgeschlossen sein.

„Der Ausbau der Stromnetze ist für eine erfolgreiche Energiewende unerlässlich. Erneuerbarer Strom, den Windparks in Norddeutschland erzeugen, muss zu den Lastzentren im Süden gelangen. Dazu brauchen wir Gleichstromverbindungen wie SuedLink. Aus Akzeptanzgründen werden diese weiten Strecken als Erdkabel unterirdisch verlaufen“, sagte Umweltminister Franz Untersteller.

Erkenntnisse zu steigenden Bodentemperaturen

Mit dem Projekt CHARGE will die Universität Hohenheim vertiefte Erkenntnisse zum Einfluss unterirdischer Stromleitungen auf landwirtschaftlich genutzten Böden und Nutzpflanzen gewinnen. Dabei baut das Forschungsvorhaben auf bereits umfassend vorhandenen Erfahrungen zu baulichen Eingriffen auf. Neue Erkenntnisse soll das Forschungsprojekt der Universität Hohenheim insbesondere dazu liefern, wie sich eine höhere Erdwärme auf das Wachstum von Pflanzen auswirkt. Dies ist auch hinsichtlich des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die Bodentemperatur relevant. Die standortspezifischen Fruchtfolgen im CHARGE-Projekt repräsentieren die wichtigsten in Baden-Württemberg angebauten Kulturarten.

Die Universität Hohenheim untersucht im Rahmen des Forschungsvorhabens vier repräsentative Bodentypen in Süddeutschland, die im Trassenverlauf von SuedLink in Nordbaden und Unterfranken vorzufinden sind.

Zu den Untersuchungsstandorten gehören in Baden-Württemberg die Orte Bad Friedrichshall/Kochendorf (Landkreis Heilbronn), Boxberg (Windischbuch) und Großrinderfeld im Main-Tauber-Kreis sowie in Bayern die Gemeinde Gütersleben (Landkreis Würzburg). Diese Versuchsstandorte decken 76 Prozent der Bodentypen ab, die in Baden-Württemberg vorkommen. Damit ist sichergestellt, dass die Ergebnisse für zukünftige Projekte auf einen großen Anteil der Landesfläche von Baden-Württemberg übertragbar sind.

Umweltministerium: Netzausbau

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Energiewirtschaft

Einsparpotenzial beim klimaneu­tralen Umbau des Energiesystems

Ein Personenzug «Regio DB Südbahn» fährt in den Hauptbahnhof in Ulm, während auf dem Bahnsteig eine Reisende wartet. (Foto: © dpa)
Schienenverkehr

DB Regio gewinnt Ausschreibung für Neckartal und Südbahn

Schaubild beschreibt wie das Radon-Innenraummessprogramm funktioniert
Strahlenschutz

Neuauflage des erfolgreichen Radon-Messprogramms für Wohngebäude

 Windräder stehen auf den Anhöhen in der Nähe des Kandels bei Waldkirch. (Bild: dpa)
Energiewende

„Dialogforum Energiewende und Naturschutz“ verlängert

Eine Biene zieht Nektar aus einer gelben Wiesenblume.
Biodiversität

Bewerbungsstart für „Baden-Württemberg blüht“

von links nach rechts: Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Kerstin Jorna (Europäische Kommission), Luc Van den hove (Präsident und CEO von imec), Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele bei der Bekanntgabe des Ansiedlungsprojekts
Innovation

Neues imec-Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg

Ein Bio-Bauer bringt mit seinem Traktor und einem Tankwagen als Anhänger, die angefallende Jauche auf einer Wiese aus. (Bild: dpa)
Landwirtschaft

Neue App für GAP-Anstragsteller verfügbar

Neue Nationalparkleitung: Dr. Britta Böhr (links) und Berthold Reichle (rechts)
Nationalpark

Neue Leitung des Nationalparks Schwarzwald

MLR
Landwirtschaft

Agrarministerkonferenz 2025 in Baden-Baden

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Verwaltung

Neuer Leiter in der Straßenbauabteilung

Streusalz fällt auf dem Gelände einer Autobahnmeisterei von der Schaufel eines Radladers (Bild: © dpa)
Winterdienst

Neues Salzlager in Radolfzell

Eine Person steht an einer Systemstatusanzeige eines Solarstrom-Speicher-Parks.
Energie

Land fördert intelligente Energienetze mit rund einer Million Euro

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

Land investiert 425 Millionen Euro in Straßenerhalt

Luftbild von der zweiten Rheinbrücke bei Karlsruhe
Rheinbrücke

Studie zur Stärkung des Nahverkehrs über den Rhein

Eine Mutter hält ihr Baby und ein Glas Trinkwasser im Arm (Bild: © dpa).
Wasserpreis

Trinkwasserpreise gestiegen