Medien

Kreativen Umgang mit Medien lernen

Lesezeit: 5 Minuten
  • Teilen
  •  
m Rahmen des Mediencamps 2016 fanden am Stadtmedienzentrum Stuttgart verschiedene Workshops statt: unter anderem eine Hörspiel-Produktion, eine Trickfilm-Produktion, ein Video-Workshop sowie die ComputerSpielSchule Stuttgart. (Foto: Landesmedienzentrum BW / Christian Reinhold)
Das inklusive Projekt „Hör- und Sehstücke – Inklusive Medienprojekte“ will Schülerinnen und Schüler mit und ohne Handicap zu gestaltender Mediennutzung anregen. Mit dem Projekt richtet sich die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) an Förder- und Sonderschulen sowie Inklusionsklassen in ganz Baden-Württemberg. (Bilder: Landesmedienzentrum BW / Christian Reinhold)
In sieben Fortbildungen lernten Erzieherinnen und Erzieher alles über den kindgerechten Einsatz von digitalen Medien in der Kita. In ihren Einrichtungen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits ganz praktisch mit Tablets, Projektoren und Dias arbeiten. Die zertifizierten Erzieherinnen und Erziehern wollen nun auch die Eltern für das Thema begeistern. (Foto: Landesmedienzentrum BW / Christian Reinhold)
Deutschlands Seniorinnen und Seniorinnen werden zukünftig häufiger auf WhatsApp, Facebook und Google+ anzutreffen sein. Immer mehr sogenannte „Silver Surfer“ wagen den Schritt in die digitale Welt. Um ältere Menschen beim Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen, bietet die Initiative Kindermedienland in ganz Baden-Württemberg das Senioren-Medienmentoren-Programm an. (Foto: Landesmedienzentrum BW / Christian Reinhold)
1/4

Ob Mediencamps für Kinder und Jugendliche, Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen oder die finanzielle Förderung medienpädagogischer Projekte – die Landesregierung unterstützt mit der Initiative „Kindermedienland Baden-Württemberg“ Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei dem verantwortungsbewussten und kreativen Umgang mit Medien.

Das Smartphone gehört wie das Internet heute selbstverständlich zu unserem Lebensalltag. Besonders für Kinder und Jugendliche, die mit diesen Technologien aufwachsen, haben diese Medien eine besondere Bedeutung. Zwar spricht man bei Menschen unter 30 Jahren gerne von digitalen Eingeborenen oder Digital Natives – also Menschen, die eine Welt ohne die ständige Verfügbarkeit des Internets gar nicht mehr kennen. Aber auch als „Eingeborene“ brauchen sie Unterstützung und Anleitung beim Umgang mit dem vielfältigen medialen Angebot.

Medien produktiv und kreativ nutzen

Dabei geht es nicht nur darum, Kinder und Jugendliche über mögliche Gefahren der Online-Welt aufzuklären und ihnen einen verantwortungsbewussten Umgang beizubringen. Die Initiative „Kindermedienland“ will Kinder und Jugendliche vor allem dabei unterstützen, Online-Medien produktiv und kreativ zu nutzen. Neben der Aufklärung über mögliche Gefahren der Online-Welt und der Anleitung zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den neuen Medien, liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem praktischen Training von Mediennutzung und Mediengestaltung.

Also das, was gerne mit dem Wort „Medienkompetenz“ umschrieben wird. Und diese Medienkompetenz verlangt heute von den Menschen viel mehr ab, als noch vor 30 Jahren, als die Medienlandschaft noch hauptsächlich aus Zeitungen, Fernsehen und Radio bestand. Also einer Welt in der Sender und Empfänger klar definiert waren. Mit dem Internet kann aber heute jeder zum Sender werden und sich dabei aller möglichen Techniken und Stilmittel bedienen.

Für Erwachsene und Senioren ist Medienkompetenz ebenfalls eine wichtige Fähigkeit, um sich in der schnelllebigen digitalen Welt zu Recht zu finden und die vielfältigen positiven Möglichkeiten neuer Technologien nutzen zu können.

Workshops und Weiterbildungen

In Workshops und Mediencamps können sich Kinder und Jugendliche beispielsweise in Tontechnik, Video, Audio, Bloggen, Fotografie oder Journalismus ausprobieren und so selbst zum Medienmacher werden.

Die Initiative „Kindermedienland“ möchte aber nicht nur junge Menschen erreichen, die sich aktiv für solche Veranstaltungen anmelden. Es ist deshalb wichtig, sie auch in den Kindergärten und Schulen anzusprechen. Daher ist auch die Ausbildung von Multiplikatoren ein weiterer wichtiger Bestandteil des „Kindermedienlands“. Durch vielfältige Weiterbildungen werden Kitas und Schulen in ganz Baden-Württemberg erreicht und interessierte Pädagoginnen und Pädagogen im kindgerechten Einsatz von digitalen Medien geschult.

Erfahrungen weitergeben

Die in der Fortbildung gemachten positiven Medienerfahrungen geben die Pädagoginnen und Pädagogen dann oftmals an Kollegen und Eltern weiter. „Mein Team vor Ort hat einen super Fortschritt in Sachen Medien gemacht. Anfangs waren viele meiner Kollegen gegenüber dem Medieneinsatz im Kindergarten negativ eingestellt. Durch eine Fortbildung mit meinem Team hat sich die Einstellung deutlich geändert“, berichtet der Leiter des Kinderhaus „Im Sämann“ in Waiblingen, Marcus Bredy, von seinen Erfahrungen. „Bei unserem Sommerfest, mit 500 Besuchern, haben wir den Eltern und Großeltern gezeigt, wie wir ganz praktisch die Medien einsetzen. Dadurch wurden viele Eltern umgestimmt. Sie haben gemerkt, dass wir nicht die passive Mediennutzung fördern wollen, sondern den selbstbestimmten Umgang.“

Die Initiative „Kindermedienland“ baut ihre vielfältigen Angebote kontinuierlich aus. Im Rahmen des Ideenwettbewerbs „idee-bw“ fördert sie regelmäßig neue Medienkompetenzprojekte mit bis zu 30.000 Euro. So hat jeder im Land die Möglichkeit kreative Medienprojekte zu starten und zur Vermittlung von Medienkompetenz beizutragen.

Unterstützung vom Ministerpräsidenten und einem Fußballweltmeister

Prominente Unterstützung bekommt die Initiative „Kindermedienland“ unter anderem durch ihren Schirmherren Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der die Bedeutsamkeit der Initiative betont: „Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für eine erfolgreiche Teilhabe in einer zunehmend digitalisierten und von Medien durchdrungenen Gesellschaft.“

Fußballweltmeister Sami Khedira ist einer der Botschafter des Kindermedienlands und wurde vor kurzem für sein sportliches und soziales Engagement mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet.

Kindermedienland

Weitere Meldungen

Schüler einer Grundschule melden sich im Unterricht (Bild: © dpa).
Bildung

Zusammenarbeit mit Hector Kinderakademien wird fortgeführt

Schaubild mit wesentlichen Zahlen zur Hochschulfinanzierungsvereinbarung III von 2026 bis 2030.
Hochschulen

Land sichert Finanzierung der Hochschulen bis 2030

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 1. April 2025

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Fachkräfte

Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften startet

Saal eines Commercial Courts
Justiz

Justiz baut Angebot von Commercial Courts weiter aus

Logo Startchancen BW
Schulen

Weitere Schulen im Startchancen-Programm

von links nach rechts: Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Kerstin Jorna (Europäische Kommission), Luc Van den hove (Präsident und CEO von imec), Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele bei der Bekanntgabe des Ansiedlungsprojekts
Innovation

Neues imec-Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast. (Bild: Patrick Seeger/dpa)
Energie

14. Energiepolitisches Gespräch zur Umsetzung der Energiewende

Auswärtige Kabinettssitzung im Kloster Schussenried, Bibliothekssaal
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 25. März 2025

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (stehend) bei seiner Ansprache beim Besuch des KUNSTschalters Schemmerhofen.
Kunst und Kultur

Kretschmann besucht KUNSTschalter Schemmerhofen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht bei der Plenarsitzung im Deutschen Bundesrat.
Bundesrat

Baden-Württemberg stimmt Grundgesetzänderung zu

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 18. März 2025

Logo der Servicestelle Bürgerbeteiligung
Bürgerbeteiligung

Servicestelle bringt Bürgerbeteiligung voran

Eine Lehrerin mit einem Tablet in der Hand steht vor einer digitalen Tafel.
Schule

2.200 neue Lehrkräfte gesucht

Schüler während des Physikunterrichts im Klassenraum (Bild: dpa)
Schule

Demokratiebudget auf berufliche Schulen erweitert