Arbeit

Inkrafttreten der zweiten Welle der Bürgergeldreform

Lesezeit: 4 Minuten
  • Teilen
  •  
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Arbeits- und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat zum Inkrafttreten der zweiten Welle der Bürgergeldreform zum 1. Juli 2023 die Bedeutung der Qualifizierung für den Schritt ins Erwebsleben betont.

Zum Inkrafttreten der zweiten Welle der Bürgergeldreform sagte Arbeits- und Wirtschafsministerin Dr. Nicole-Hoffmeister Kraut in Stuttgart: „Damit der Schritt in Arbeit gelingt, müssen wir die Menschen im Sozialleistungsbezug ermutigen und befähigen, sich zu qualifizieren. Ab Juli werden unter anderem die Hinzuverdienstgrenzen verbessert, damit steht vielen Menschen mehr Geld als bisher zur Verfügung. Und das ist ein positiver Anreiz, Arbeit aufzunehmen oder auszuweiten.“ Richtig seien zudem die neuen Einkommensregelungen für junge Menschen. „Gerade junge Menschen, die schwierige Startbedingungen haben, müssen wir besonders motivieren. Da senden wir jetzt die klare Botschaft: Arbeiten lohnt sich und zahlt sich wortwörtlich aus“, betonte die Ministerin.

Neue Anreize für Qualifizierung

Wichtig seien zudem neue Anreize für Qualifizierung. „Qualifizierungen erhöhen meist die Chancen auf eine Arbeitsmarktintegration. Unsere Wirtschaft sucht händeringend nach qualifizierten Mitarbeitenden. Daraus kann also eine Win-Win-Situation entstehen“, erklärte die Wirtschaftsministerin. „Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass eine Aus- oder Weiterbildung nicht für alle Menschen sofort in Betracht kommt. Wer etwa noch Schwierigkeiten mit der Sprache hat oder sehr lange nicht gearbeitet hat, braucht zunächst andere Unterstützungsmaßnahmen. Hier sind unsere Jobcenter breit aufgestellt und können individuell helfen“, führte Hoffmeister-Kraut aus. Ein erfolgsversprechendes, neues Instrument sei dabei das ganzheitliche Coaching. „Diese Erfahrung haben wir bereits mit unserem Landesprogramm gemacht. Mit einer engen, individuellen Begleitung lassen sich große Fortschritte erzielen“, hob die Ministerin hervor.

Ausreichende Mittelausstattung angemahnt

Das beste Gesetz helfe aber nichts, wenn der Bund bei den Mitteln für die Jobcenter nicht nachlege. Hoffmeister-Kraut hat daher bereits mehrfach eine ausreichende Mittelausstattung angemahnt. „Unsere Jobcenter sind aktuell in einer schwierigen Situation. Sie betreuen durchschnittlich 20 Prozent mehr Menschen als Anfang des letzten Jahres, da seit Kriegsbeginn viele Menschen aus der Ukraine zu uns geflüchtet sind. Gleichzeitig müssen die Jobcenter die Bürgergeldreform schultern und haben zusätzliche Aufgaben vom Bund erhalten. Ich erwarte daher von der Bundesregierung, dass sie unsere Jobcenter nicht im Regen stehen lässt, sondern mehr Mittel freigibt. Die Reform muss bei den Menschen ankommen und Qualifizierungen gibt es nicht zum Nulltarif“, stellte Hoffmeister-Kraut klar.

Weitere Meldungen

Jazz-Musiker auf der Bühne
Kunst und Kultur

Jazz-Preis Baden-Württemberg für Samuel Restle

von links nach rechts: Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek, Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Dr. Hans-Eckhard Sommer und Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges
Justiz

Mehr Rückführungen in 2024 auf Westbalkan

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Wahlen

Landtagswahl 2026 findet am 8. März statt

Foto einer Broschüre mit dem Titel "Mundarten bewahren und stärken. Dialektstrategie für Baden-Württemberg".
Tradition

Neue Dialektstrategie für Baden-Württemberg

Gewinnerinnen und Gewinner des Schulradeln 2024 auf dem gewonnenen Rad-Aktionstag
Schulradeln

1.000 Jugendliche feiern Schulradeln-Sieg in Ladenburg

Auf Einladung von Bauministerin Nicole Razavi MdL haben auf der Netzwerkkonferenz Baukultur am 7. April 2025 im Stuttgarter Haus der Wirtschaft rund 370 Experten, Praktiker und Entscheider über Wege für mehr Bezahlbarkeit im Bauen und Wohnen diskutiert
Baukultur

Konferenz nimmt bezahlbare Baukultur in den Blick

Gruppenbild mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Ehrengästen von Jugend debattiert
Schule

Finalisten des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ stehen fest

Im Rosengarten im Park der Villa Reitzenstein spielt eine Band vor Publikum.
Parköffnungen

Kulturprogramm 2025 im Park der Villa Reitzenstein

Jugendliche mit Abstimmungskarten in einem Saal
Jugendliche

Erfolgreicher Jugendkongress auf der Bodensee-Konferenz

Die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Barbara Bosch (links), und Prof. Dr. Bernd Kühlmuß (rechts) mit der Urkunde.
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Bernd Kühlmuß

Schüler einer Grundschule melden sich im Unterricht (Bild: © dpa).
Bildung

Zusammenarbeit mit Hector Kinderakademien wird fortgeführt

Schaubild mit wesentlichen Zahlen zur Hochschulfinanzierungsvereinbarung III von 2026 bis 2030.
Hochschulen

Land sichert Finanzierung der Hochschulen bis 2030

Blaulicht und Schriftzug "Stopp Polizei" auf einem Einsatzfahrzeug.
Polizei

Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 des Bundes vorgestellt

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Migration

20 Projekte für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Energiewirtschaft

Einsparpotenzial beim klimaneu­tralen Umbau des Energiesystems