Schienenverkehr

20 Millionen Euro für den Umbau des Bahnhofs Rastatt

Ein Rollstuhlfahrer steht mit seinem Elektro-Rollstuhl am Bahnhof an einem Gleis. (Bild: picture alliance/Marijan Murat/dpa)

Durch höhere Bahnsteige, Aufzüge und einen neuen Fußgängersteg soll der Bahnhof Rastatt bis voraussichtlich Ende 2023 modernisiert und barrierefrei werden. Insgesamt stehen dafür 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Deutsche Bahn modernisiert den Bahnhof Rastatt und baut die Station bis Ende 2023 barrierefrei aus. Gemeinsam investieren die Stadt Rastatt (1,4 Millionen Euro), das Land Baden-Württemberg (2,8 Millionen Euro) sowie Bund und Deutsche Bahn (15,8 Millionen Euro) rund 20 Millionen Euro in den Bahnhof.

Fahrgäste profitieren nach Abschluss der Maßnahme von einem barrierefreien Zugang zu Bahnsteigen und Zügen. Die Bahnsteige 1 und 4 werden auf 55 Zentimeter erhöht, die Bahnsteige 2 und 3 erhalten als sogenannte Kombibahnsteige eine Höhe von 55 und 76 Zentimetern. So können verschiedene Fahrzeugtypen mit unterschiedlichen Anforderungen an die Bahnsteighöhe eingesetzt werden. Zusätzlich errichtet die Bahn einen Fußgängersteg mit vier Aufzügen und neuen Treppenanlagen über den vier Bahnsteigen.

Verbesserte Aufenthaltsqualität für Reisende und Besucher

Eine neue Bahnsteigausstattung – beispielsweise Wetterschutzanlagen und Bahnsteigmobiliar, ein taktiles Blindenleitsystem sowie neue Beleuchtungs- und Fahrgastinformationsanlagen sorgen zusätzlich für eine verbesserte Aufenthaltsqualität für Reisende und Besucher des Rastatter Bahnhofs. Außerdem plant die Stadt Rastatt, eine barrierefreie Anbindung des Busbahnhofes und an den Kulturplatz herzustellen.

Michael Groh, Leiter Regionalbereich Südwest der DB Station&Service AG: „Die Modernisierung des Bahnhofs Rastatt freut mich sehr! Mit dem neuen und barrierefreien Bahnhof werden wir unsere Kunden angemessen begrüßen können und ihnen einen komfortablen Reisestart ermöglichen. Damit stärken wir den Bahnverkehr und der Umstieg auf die Bahn wird attraktiver.“

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch: „Ich bin sehr froh, dass es nun bald losgeht und ein moderner barrierefreier Bahnhof für unsere Stadt endlich wahr wird. Ganz Rastatt und die vielen Pendler/innen aus der Region warten schon lange ungeduldig und sehnsüchtig auf den Startschuss. Besonders für mobilitätseingeschränkte Menschen und für Rollstuhlfahrer wird der Bahnhof endlich ein zugänglicher, ein von Barrieren befreiter Ort. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen der Deutschen Bahn und des Verkehrsministeriums, dass sie gemeinsam mit der Stadt die Vereinbarung zur Finanzierung des Umbaus möglich gemacht haben.“

Rastatt ist wichtige Nahverkehrsdrehscheibe

Winfried Hermann, Verkehrsminister Baden-Württemberg: „Durch den hier geplanten umfassenden Umbau und die zukünftige Barrierefreiheit, wird die Attraktivität des Bahnhofs Rastatt wesentlich gesteigert. Ich freue mich beim Start dieser Maßnahme dabei zu sein. Ich bin überzeugt davon, dass die Menschen in der Region nach der Beendigung dieses Umbaus den barrierefreien Zugang schätzen und dass sie das attraktive ÖPNV-Angebot annehmen werden.“

Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter für Baden-Württemberg, DB AG: „Der Bahnhof Rastatt mit Anbindung an die Schwarzwaldbahn in Richtung Konstanz, an die Murgtalbahn in Richtung Freudenstadt und natürlich an die Rheintalbahn in Richtung Karlsruhe und Offenburg und weiter nach Freiburg ist eine enorm wichtige Nahverkehrsdrehscheibe. Aus diesem Grund freue ich mich umso mehr, dass es nun losgeht und der Bahnhof bis Ende 2023 vollumfänglich modernisiert und barrierefrei ausgebaut wird.“

Es kommt zu Einschränkungen während der Bauphase

Während der Baumaßnahme werden die bestehenden Fahrradabstellanlagen nordöstlich des Empfangsgebäudes zurückgebaut und nach Ende der Bauarbeiten wiederhergestellt. Das Bahnaufsichtsgebäude auf dem Bahnsteig 2 wird zurückgebaut. Damit der Zugbetrieb tagsüber möglichst ungestört weiterlaufen kann, wird teilweise auch in der Nacht gearbeitet. Im Rahmen der Baumaßnahme kommt es zu Bahnsteigsperrungen und einer geänderten Wegführung. Durch den Umbau der Treppen in der Personenunterführung wird der Zugang zu den Bahnsteigen teilweise eingeschränkt. Die Deutsche Bahn bittet für die entstehenden Unannehmlichkeiten um Verständnis.

Die Details zur Baumaßnahme sind auch im BauInfoPortal der Deutsche Bahn zu finden. Im Frühjahr 2021 ist eine Bürgerinformationsveranstaltung geplant, um die Anwohner und Kunden persönlich und detailliert über die Baumaßnahme zu informieren.

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