Arbeit

Musterland für gute Arbeit

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.

In Baden-Württemberg lässt es sich nicht nur gut leben, sondern auch gut arbeiten. Wir wollen, dass dies für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land gilt. Die Landesregierung möchte den Menschen auch künftig gute Arbeitsbedingungen in Baden-Württemberg ermöglichen.

Die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, Preisanstiege, aber auch Fluchtmigration beeinflussen den Arbeitsmarkt auch in Baden-Württemberg. Angesichts des Ausmaßes der Belastungen fallen diese aber moderat aus. Im Jahresdurchschnitt 2022 waren in Deutschland etwa 2,4 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Baden-Württembergs Arbeitsmarkt weist unter allen deutschen Ländern eine der besten Situationen auf. Im Land lag die Zahl der Arbeitslosen 2022 bei etwa 223.000.

Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent lag Baden-Württemberg im Ländervergleich auf dem zweiten Platz hinter Bayern. Die Entwicklung der Erwerbstätigkeit blieb 2022 relativ konstant. In Baden-Württemberg lag die Zahl der Erwerbstätigen bei knapp 6,38 Millionen - der bisher höchste je ermittelte Wert. 

Ländervergleich

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Arbeitslosenquote

Baden-Württemberg hat bundesweit mit die niedrigste Arbeitslosenquote.

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Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den Menschen in Baden-Württemberg gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Weil wir qualifizierte und motivierte Fachkräfte brauchen, müssen wir attraktive Arbeitsbedingungen schaffen. Die Landesregierung setzt sich dafür ein, dass sowohl den Wünschen der Beschäftigten nach mehr Arbeitszeitsouveränität als auch den Flexibilitätsanforderungen der Arbeitgeber Rechnung getragen wird. Die Digitalisierung der Arbeitswelt eröffnet Chancen für eine bessere Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf und zur Sicherung des Standorts Baden-Württemberg. Der massive Ausbau von mobilem Arbeiten hat gezeigt, was alles in kurzer Zeit möglich ist. Wir gestalten die digitale Arbeitswelt verantwortungsvoll mit und verlieren dabei auch die Risiken nicht aus den Augen.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Das Land selbst nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein und will sachgrundlose Befristungen weiter zurückdrängen. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass für Frauen eine gleiche Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit selbstverständlich wird. Arbeit muss auch einen auskömmlichen Lebensunterhalt gewährleisten und eine entsprechende Altersvorsorge ermöglichen.

Auch wenn wir in Baden-Württemberg bereits vergleichsweise sehr gute Bedingungen vorfinden, gibt es nach wie vor Menschen, die Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu finden. Mit einem Landesarbeitsmarktprogramm verbessert die Landesregierung die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt.

Fachkräfteallianz Baden-Württemberg

Die im Jahr 2011 gegründeteFachkräfteallianz Baden-Württemberg erarbeitet gemeinsame Ziele und benennt Handlungsfelder zur Sicherung des Fachkräfteangebots im Land. Die Fachkräfteallianz hat inzwischen 45 Partner auf Landesebene. Seit Februar 2022 sind alle Landesressorts Partner. Im Februar 2022 haben sie gemeinsam eine Vereinbarung über die Arbeitsschwerpunkte der kommenden Jahre getroffen.

Allianzpartner sind die Landesregierung, die Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit, die kommunalen Landesverbände, die Ligaverbände und Pflegeorganisationen, die regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften und der Landesfrauenrat. Die regionalen Fachkräfteallianzen greifen die Ziele der Fachkräfteallianz orientiert an den spezifischen Bedarfen vor Ort auf. Dabei bringen sich die örtlichen Partner vom Erfahrungsaustausch bis zu konkreten gemeinsamen Projekten ein. Das Regionalprogramm Fachkräftesicherung zur Unterstützung der regionalen Fachkräfteallianzen im Land wird fortgeführt durch die Förderung von Maßnahmen wie zum Beispiel Azubi-Speeddatings, Online-Marketing oder regionale Arbeitsmarktkonferenzen.

Fachkräftesicherung ist eine vielschichtige Gemeinschaftsaufgabe, die das nachhaltige und kontinuierliche Engagement aller Akteurinnen und Akteure erfordert. Um die Herausforderungen der Fachkräftemangelsicherung zu bewältigen, erschließen wir die vorhandenen Fachkräftepotenziale so umfassend wie möglich. Dies gilt insbesondere für die Potenziale von jungen Menschen, Frauen, Älteren, Menschen mit Behinderung, Personen mit Migrationshintergrund, Langzeitarbeitslosen, Flüchtlingen und internationalen Fachkräften, ebenso für die Beschäftigten in Sektoren, die von Strukturwandel und Transformation betroffen sind.

Ein besonderer Fokus liegt auf den Fachkräften im Handwerk, im Dienstleistungsbereich, in Pflege und Erziehung, in Bau- und in technischen Berufen sowie in Bereichen, die für Digitalisierung und die Nutzung von Zukunftstechnologien von besonderer Bedeutung sind.

Gute Ausbildung als wichtiger Standortfaktor

Die Leistungsfähigkeit der baden-württembergischen Wirtschaft hängt ganz entscheidend von der Qualität ihrer Arbeitskräfte ab. Eine gute Ausbildung für die jungen Menschen im Land ist in Baden-Württemberg ein immer wichtiger werdender Standortfaktor. Der betrieblichen Ausbildung kommt eine zentrale Bedeutung, um in Zukunft im internationalen Wettbewerb ganz vorne mit dabei zu sein. Das Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg aus Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften, Bundesagentur für Arbeit und kommunalen Landesverbänden arbeitet gemeinsam an passenden Maßnahmen, die die Attraktivität und Qualität der Berufsausbildung weiter steigern und ebenso zur Integration von Zugewanderten in Ausbildung beitragen oder die Berufsorientierung verbessern. Denn die gesellschaftliche Integration erfolgt am besten durch eine Berufsausbildung oder -tätigkeit. Die Bündnispartner schließen im Mai 2023 das Bündnispapier für die Arbeitsschwerpunkte der kommenden Jahre.  

Baden-Württemberg will vorangehen und gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren den jungen Menschen im Land den Weg in eine berufliche Ausbildung garantieren. Vorrang hat dabei die betriebliche Ausbildung.

Weiterbildung vorantreiben

Eine kontinuierliche Qualifizierung der Beschäftigten während des Berufslebens ist angesichts des Strukturwandels der Wirtschaft im Land unerlässlich. Der Weiterbildung kommt eine Schlüsselfunktion in der Transformation der Wirtschaft zu. So steigen die Chancen für die Arbeitnehmenden am Arbeitsmarkt und die Unternehmen bleiben konkurrenzfähig. Um die berufliche Weiterbildung im Land zu stärken, unterstützt die Landesregierung Aktivitäten von Wirtschaft und Bildungsträgern, die dazu dienen, einen Weiterbildungsmarkt mit innovativen und bedarfsgerechten Angeboten zu schaffen. Auf dem Weiterbildungsportal Baden-Württemberg finden sich sowohl Kursangebote als auch Beratung und Informationen zur beruflichen Weiterbildung sowie Fördermöglichkeiten.

Die ressortübergreifende Weiterbildungsoffensive WEITER.mit.BILDUNG@BW von Kultus-, Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium setzt verschiedene Maßnahmen zur Stärkung der berufsbezogenen Weiterbildung um. Sie tragen dazu bei, das Land zukunftssicher zu machen. Bis 2024 investiert das Land insgesamt 40 Millionen Euro in die Weiterbildungsoffensive. 

Wege zurück ins Berufsleben

Gerade Langzeitarbeitslose haben es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer. Die Landesregierung gibt diesen Menschen und Familien mit Kindern, die diese Leistungen beziehen, mit ihrem Landesprogramm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ die Möglichkeit, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und bietet Ihnen ganzheitliche Unterstützung an.

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
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Politik für gute Arbeit in Baden-Württemberg

Arbeiter bei der Produktion von Motorenteilen (© Bosch)
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Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
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Gut ausgebildet in Baden-Württemberg

Ein Mitarbeiter testet einen Lackierroboter (Bild: © dpa).
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Unsere Wirtschaftspolitik für Baden-Württemberg

Porträtbild von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

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Porträtbild von Kultusministerin Theresa Schopper

Theresa Schopper

Ministerin für Kultus, Jugend und Sport

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