Altersstruktur
Seit 1970 ist die Zahl der über 65-jährigen im Land stark angestiegen. Seit 1960 hat sich der Anteil dieser Altersgruppe etwa verdoppelt. Die größte Gruppe waren 2024 die 40- bis 65-jährigen mit einem Anteil von rund 34 Prozent. Ewa 30 Prozent der Bevölkerung war zwischen 15 und 40 Jahren alt. Unter 15 Jahren waren nur noch 14 Prozent. 1980 lag dieser Wert noch bei 19 Prozent. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate altert die Gesellschaft weiter.
Ein Drittel der Bevölkerung mit Migrationshintergrund
Der wirtschaftliche Aufschwung, Änderungen in der Altersstruktur und längere Ausbildungszeiten verursachten in den 1960er-Jahren in der Bundesrepublik Deutschland einen Arbeitskräftemangel. Mit der verstärkten Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde versucht, dem entgegenzuwirken. Wegen der hiesigen Wirtschaftsstruktur und der guten Erwerbsmöglichkeiten kamen besonders viele Menschen nach Baden-Württemberg.
In Baden-Württemberg lebten 2024 rund 3,55 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, das entspricht knapp einem Drittel der Bevölkerung. Damit hat Baden-Württemberg den zweitgrößten Migrantenanteil unter den deutschen Flächenländern.
Ende 2025 lebten über zwei Millionen Menschen mit ausländischem Pass im Südwesten. Das waren rund 18,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Türkische Staatsangehörige bilden die größte ausländische Bevölkerungsgruppe, gefolgt von Staatsangehörigen aus Rumänien, der Ukraine und aus Italien. Innerhalb des Landes verteilt sich die ausländische Bevölkerung sehr ungleichmäßig. Es ist vor allem ein weiterhin ausgeprägtes Stadt-Land-Gefälle feststellbar.
In Baden-Württemberg gab es im Jahr 2025 insgesamt fast 40.000 Einbürgerungen. Am häufigsten erhielten, wie in den vorangegangenen Jahren, Syrerinnen und Syrer den deutschen Pass, gefolgt von ehemals türkischen Staatsangehörigen.